Im Zabert-Sandmann-Verlag aus München haben wir eine herrlisch-himmlische Backschule gefunden.
Wer wollte schon immer mal wissen, was blindbacken ist: geht das mit Augenklappe oder ohne. Nun, jetzt aber ernsthaft: es ist gut erklärt. Lust auf Backen entstand bei uns in jedem Fall. Jeder Schritt scheint ein eigenes Bild bekommen zu haben. Es kann nichts schiefgehen.
Voller Selbstvertrauen haben wir uns an einem Back-Klassiker ausgetobt, weil wir hier am besten beurteilen können, ob hinten rauskommt, was vorne drauf steht. Marmorkuchen nach Großmutters Art. Fluffig ist er geworden, nichts dran verkehrt und paßt damit auf jede Kuchentafel. Eben ein Stück Heimat.
Als Herausforderung haben wir uns die "Brombeerschiffchen mit Cassiscreme". Der Schiffsrumpf besteht aus einem Mürbeteig. Das Schiffsinnere hat zwei Ebenen, köstliches Marzipan und eine frische Crème double/Johannisbeerlikör-Schicht. Abschluss bilden ein paar dekorative Brombeeren.
Wir haben das im Januar gebacken und KEINE Brombeeren gefunden. In unserer quirligen Versuchs-Back-Stube wurde abgewandelt: TK-Himbeeren und keinen Likör. Für 4cl im Schiffchen steht jahrelang eine Flasche Likör im Schrank rum, den keine_r trinken will.
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Mittwoch, 1. Februar 2012
Backschule: step by step
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Sylvie Rauch
Alaaf & Helau - Schmalzgebäck für närrische Zeiten
Zutaten 250 g Weizenmehl, 70g Zucker, 70g Butter, 2 Eier, 1 TL Backpulver, 1TL Zimt, einen Hauch Piment und Hirschhornsalz, 1 TL Zitrone, etwas Salz, 500g Schmalz; Zucker und Mehl
Zubereitung: Alle Zutaten in eine Schüssel und verkneten, entweder mit den Händen oder einem Knethaken. Eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Dann den Teig ausrollen, ca. 1 cm dick und ausstechen. Es gibt eigene Formen bei Amazon zu kaufen In einem großen Topf oder in einer Friteuse das Fett erhitzen. Die Teigklößchen goldbraun ausbacken und direkt auf Küchenpapier geben, um das Fett aufzufangen. In eine Suppenschüssel den restlichen Zucker geben und die Mandeln sehr, sehr sanft darin wenden. Sie schmecken warm (was aber Bauchweh verursachen kann, wie wir lernen mussten) und kalt.
Zutaten: 125g Butter, 125g Zucker, 4 Eier, ½ TL abgeriebene Zitronenschale, 500g Quark, ca. 50 ml Milch (bei Bedarf mehr), eine Packung Backpulver, 500g Weizenmehl, 1kg Frittierfett oder ein Liter Bratöl
Zubereitung: Zucker und Butter schaumig rühren. Die Eier und den Abrieb der Zitronenschale dazu geben und verschlagen. Quark und Milch in einer Extra-Schüssel verrühren und dann unter die Zucker-Ei-Masse rühren. Mehl und Backpulver vermischen und unter den Teig kneten. Die Friteuse auf 180°C Grad erhitzen. Mit den Händen oder unter Zuhilfenahme von zwei Löffeln werden kleine Bällchen geformt und 6-8 Minuten im Fett rundherum hellbraun frittieren. Wie bei den Mutze-Mandeln auf Küchenpapier abtropfen lassen und vorsichtig in Zucker wenden.
Französisches Schmalzgebäck aus Lyon. Ein abenteuerlicher Knoten…
Zutaten: 500g Weizenmehl, 100g Zucker, eine Tüte Vanillezucker, 75g Butter, etwas Salz, ein Päckchen Backpulver; Öl zum Ausbacken und Puderzucker zum bestäuben)
Zubereitung: Die Butter mit Milch, Zucker, Salz, Mehl und Backpulver mischen und einen Teig kneten. Den Teig sehr dünn ausrollen und in ca. 10 cm breite und 4 cm dicke Streifen schneiden. (Tipp: mit einem Teigroller) In die Mitte jedes Streifens schneidet man ein Loch, durch das ein Streifenende gesteckt wird, so dass eine Art Knoten entsteht. Wie immer wird alles in heißem Fett aus- gebacken, abgetropft und mit Puderzucker bestäubt. Das hört sich verwirrend an, aber wir haben ein Video entdeckt, das keine Fragen mehr offen lässt.
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